Weiterführende Informationen zu unserer operativen Therapie - Knie: 

Dr. Linßen führt arthroskopische Eingriffe an allen großen Gelenken des Bewegungsapparates durch. Im Laufe seiner über 20-jährigen operativen Tätigkeit  führte er mehr als 5.000 arthroskopische Eingriffe am Kniegelenk und weit über 2.000 arthroskopische Eingriffe am Schultergelenk durch. 

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Orthopädische Gemeinschaftspraxis Dr. med. Odilo Linßen, Dr. med. univ. Johannes Wisemann & Dr. med. Hans Joachim Schwartz | Graf-Adolf-Str. 18 | 40212 Düsseldorf | Telefon: 0211 - 37 88 66 oder 394014 | Fax 0211 - 481486

Kniescheibe

Die Kniescheibe überträgt als eine Art Umlenkrolle, die in die Kniescheibensehne eingelassen ist, die auftretenden Kräfte des Oberschenkelstreckmuskels (Musc. Quadrizeps) auf den Unterschenkel. Die Kniescheibe ist somit großen Belastungen ausgesetzt, hierfür muss sie stabil im Gelenk geführt werden. Sie muss sehr hohen Druck- und Zugkräften standhalten und gleichzeitig sehr beweglich sein.

Es gibt viele Faktoren, durch die das normalerweise gut ausgewogene Spiel zwischen Stabilität und Beweglichkeit gestört werden kann. Solche Faktoren können z.B. chronische Instabilitäten, Knorpelschädigungen hinter der Kniescheibe, Veränderungen der normalen Gleitbahn der Kniescheibe oder auch Veränderungen, die im Rahmen von Unfällen wie z.B. der Verrenkung der Kniescheibe (Patellaluxation) auftreten, sein. Bei den chronischen Schädigungen oder unklarem vorderen Kniegelenkschmerz, ist neben der gründlichen klinischen Untersuchung, oft auch eine zusätzliche aufwendige Diagnostik (MRT) erforderlich.

Patellaluxation / Fehlstellung der Kniescheibe / MPFL-Plastik:

Ursache einer Instabilität der Kniescheibe mit wiederholtem Ausrenken der Kniescheibe ist oft ein einmaliges unfallbedingtes Ausrenken der Kniescheibe, wobei das innere Halteband der Kniescheibe reißt. Weitere Ursachen sind die angeborene Fehlstellung des Ansatzes der unteren Kniescheibensehne oder eine Fehlausbildung der Kniescheibenform bzw. des Gleitlagers der Kniescheibe. Die Therapie der Kniescheibeninstabilität richtet sich nach der Art der Schädigung. Ist es zu einem einmaligen Ausrenken der Kniescheibe gekommen, sollte auf jeden Fall eine Kernspintomographie durchgeführt werden, um Schädigungen der Knorpelsubstanz feststellen zu können. Ist der Knorpel nicht geschädigt, sollte eine konservative Therapie mit einer Ruhigstellung des Gelenkes angewandt werden. Sind Knorpelschäden nachzuweisen ist eventuell eine Arthroskopie erforderlich. Kommt es zu einem mehrfachen Ausrenken der Kniescheibe muss diese operativ stabilisiert werden, um Knorpelschädigungen zu vermeiden. Welche Operationsmethode zur Anwendung kommt, richtet sich nach der Art der Verletzung bzw. Fehlstellung.

MPFL-Plastik

PDF-Datei öffnen für NachbehandlungsschemaBevor die Sehnenplastik durchgeführt wird, wird das Knie arthroskopiert, um den Kniescheibenbefund zu bestätigen und eventuell noch vorhandene Meniskus- oder Knorpelschäden operativ zu behandeln. Bei der MPFL-Plastik wird das gerissene innere Halteband der Kniescheibe (Mediales PatelloFemorales Ligament) durch eine Sehne aus der Rückseite des Oberschenkels ersetzt. Über einen ungefähr 3 cm langen Schnitt in der Kniekehle wird diese Sehne (Grazilissehne) entnommen. Zur Durchführung der Sehnenplastik wird die entnommene Sehne mit selbstauflösenden Schrauben am inneren Rand der Kniescheibe befestigt.Hierfür muss ein kurzer Schnitt am Innenrand der Kniescheibe angelegt werden. Über einen zusätzlichen kleinen Hautschnitt im hinteren Bereich der Innenseite des Kniegelenkes wird die Sehne unter der Haut durchgeführt und dann ebenfalls mit einer selbstauflösenden Schraube im Oberschenkelknochen fixiert.

 

 


OP nach Elmslie

(Versetzung des knöchernen Ansatzes der unteren Kniescheibensehne)

Liegt eine Fehlstellung des Ansatzes der unteren Kniescheibensehne (Patellarsehne) vor, d.h. steht diese zu weit außen, wird dies durch eine Versetzung des unteren Kniescheibensehnenansatzes behandelt. Auch hier wird das Kniegelenk zur Beseitigung weiterer eventuell vorhandener Kniegelenksschäden zunächst arthroskopiert. Nach der Arthroskopie wird ein Hautschnitt seitlich des Patellarsehnenansatzes (Tuberositas tibiae) angelegt. Der knöcherne Sehnenansatz wird freigelegt und tangential mit einer Säge abgesetzt. Der abgelöste knöcherne Patellasehnenansatz wir zur Innenseite des Kniegelenkes hin versetzt und mit einer Schraube wieder fixiert.

 

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