Weiterführende Informationen zu unserer operativen Therapie - Schulter

Dr. Linßen führt arthroskopische Eingriffe an allen großen Gelenken des Bewegungsapparates durch. Im Laufe seiner über 20-jährigen operativen Tätigkeit  führte er mehr als 5.000 arthroskopische Eingriffe am Kniegelenk und weit über 2.000 arthroskopische Eingriffe am Schultergelenk durch. 

Schulterpartie
Orthopädische Gemeinschaftspraxis Dr. med. Odilo Linßen, Dr. med. univ. Johannes Wisemann & Dr. med. Hans Joachim Schwartz | Graf-Adolf-Str. 18 | 40212 Düsseldorf | Telefon: 0211 - 37 88 66 oder 394014 | Fax 0211 - 481486

Schulter - Impingement-Syndrom

Das Impingementsyndrom oder auch Schulterengpasssyndrom bezeichnet eine Enge, die zwischen dem Oberarmknochen und dem knöchernen Schulterdach besteht. Der Oberarmkopf und das knöcherne Schulterdach bilden einen knöchernen Muskelkanal, den sogenannten Subacromialraum, durch den die Schulterkappe der Schulter, die sogenannte Rotatorenmanschette zieht. Beim Impingementsyndrom ist dieser knöcherne Kanal entweder durch einen Knochensporn am knöchernen Schulterdach oder durch einen Knochensporn am Schultereckgelenk im Rahmen einer Arthrose eingeengt und führt zu einer Einklemmungssymptomatik der Muskulatur bei Abspreizung des Armes. Dies wiederum führt zu einer entzündlichen Reizung des Schleimbeutels, der sich zwischen der muskulären Schulterkappe und dem knöchernen Schulterdach befindet. Die Patienten verspüren häufig nächtliche Schmerzen im Schultergelenk, die Bewegungsmöglichkeit kann schmerzhaft eingeschränkt sein. Bleibt dieser Zustand über längere Zeit bestehen, kann die Folge ein Riss der Muskel- bzw. Sehnenkappe des Oberarmkopfes sein (Rotatorenmanschettenriss). Gelegentlich findet sich bei Patienten mit einem Impingementsyndrom auch eine Kalkeinlagerung in der Rotatorenmanschette oder ein Gelenkverschleiß des Schultereckgelenkes, der das Engpasssyndrom noch verstärkt.

Leichte Engpasssyndrome lassen sich gut konservativ therapieren. Bleiben die Beschwerden allerdings länger als 3-6 Monate bestehen, sollte eine arthroskopische Operation der Schulter vorgenommen werden.

Operation
Das Ziel des Eingriffes, ist es knöcherne Vorsprünge am Schulterdach bzw. am Schultereckgelenk zu entfernen und somit den knöchernen Muskelkanal zu erweitern. Oft ist es zusätzlich erforderlich das Schulterdachband (Ligamentum coacoacromiale) zu durchtrennen, da auch hierdurch Einengungsphänomene auftreten können.

Der Eingriff wird komplett arthroskopisch durchgeführt, hierfür wird ein kleiner Stich auf der Rückseite der Schulter angelegt und zunächst eine Stabkamera in das Schultergelenk eingeführt. Eventuell vorhandene Schädigungen im Schultergelenk können ggf. gleich arthroskopisch operiert werden. Anschließend wird die Stabkamera in den Muskelkanal (Subacromialraum) geschoben. Es wird ein zweiter Stich seitlich der Schulter angelegt. Über diesen Stichkanal werden Instrumente in den Subacromialraum geschoben und zunächst der meist entzündete Schleimbeutel entfernt. Mit einer Fräse werden die knöchernen Vorsprünge abgetragen und der knöcherne Muskelkanal somit erweitert. Bei noch engen Verhältnissen, wird ggf. zusätzlich das Schulterdachband durchtrennt.

Nachbehandlung
Wenn nach dem Eingriff Schmerzen auftreten, sollten schmerzstillende Medikamente eingenommen werden. In den ersten Tagen nach dem Eingriff ist eine Eisbeutelbehandlung sinnvoll.

Wichtig ist in den ersten zwei Wochen nach dem Eingriff eine krankengymnastische Übungstherapie mit passiven Bewegungsübungen der Schulter in allen Ebenen. Wichtig ist es, die Beweglichkeit zu erlangen, bzw. zu erhalten, allerdings sollte das Schultergelenk nicht belastet werden, das heißt insbesondere keine Übungen gegen Widerstand, keine Muskelaufbauübungen.

Die Arbeitsunfähigkeit beträgt bei sitzend tätigen Patienten 2-7 Tage, bei körperlich arbeitenden Patienten 4-6 Wochen.

Sport kann abhängig von der Sportart nach 4-6 Wochen wieder betrieben werden.

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